Danach ging es über Stock und Stein zunächst zur Laguna Gualletue, dem Quellsee des Bío-Bío (größter Fluss Chiles), dann zum Lago Icalma. Das eigentlich spannende neben der spektakulären Landschaft waren die ständig unsere Straße kreuzenden, frei lebenden Pferde, Kühe, Ziegen und Schafe; sie sind so neugierig, dass sie die Straße oft erst nach längerem Gut-Zureden freigaben. Ein auf der Landstrasse stehendes Pferd freute sich so über die Abwechslung, die unser Wagen ihm bot, dass es ihn ableckte.
In dieser Gegend leben überwiegend Mapuche-Indianer, die als Campesinos ein scheinbar kärgliches Leben fristen -- obwohl es überall grün ist und für das Vieh optimale Bedingungen herrschen. Wasser gibt es in Chile nun wirklich genug. In einem Dorf wurden wir Zeuge des indianischen Feiertagsvergnügens Rodeo à la Mapuche: Nachdem die einjährigen Rindviecher Brandzeichen bekommen hatten, schnappten sich drei, vier Männer eins und ließen jeweils einen aus ihrem Kreis aufsitzen. Jeder erfolgreiche Versuch wurde mit einem Glas Wein aus dem Tetrapack belohnt.
Na ja, mit dem Angeln wurde es dann nichts, dafür verbrachten wir mal wieder einen erlebnisreichen Tag nach dem Motto "Chile vom Auto aus", den wir mit einem Hütten-Abendessen in unserem Schweizer Chalet krönten.
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