In den Vormittagsstunden auf der Farm lockte die Sonne, Carl und Luis vergnügten sich mit den Hunden und auf dem Trampolin. Jörg entschloss sich zur Bootstour mit einem Angel-Guide auf dem Tolten. Kaum hatten wir ihn nach dem Mittagessen im Restaurant "Treffpunkt" (mit angeblich typisch deutschem Essen - konnten wir aber nicht finden, bis wir sahen, dass mit "Pernil" offensichtlich ein Eisbein gemeint ist) am Startpunkt der Tour abgesetzt, zog sich der Himmel zu und es begann wie aus Kübeln zu schütten.
Mutter und Kinder machten sich derweil auf den Weg den Vulkan Villarica hinauf, der Weg so schlecht, dass ich den Gipfel unmittelbar vor uns vermutete. Immerhin genossen wir eine tolle Aussicht auf den See. Unser Ziel: die Cueva Volcanicas, von Lavaströmen geschaffene Höhlen. Während wir auf den Beginn der Führung warteten ging um uns herum ein Hagelsturm über Lavazungen und Jahrtausende alten Wald nieder.
Nach erhellenden Einsichten in den Vulkanismus in Chile im Allgemeinen und die Aktivität des Villarrica im Besonderen (abnehmend seit Beginn des Jahrhunderts), stiegen wir in eine fünfhundert Meter lange Höhle hinab, deren Inneres wie mit flüssiger Schokolade überzogen schien. Aber verdammt feucht war es auch!
Als wir zurückkehrten, wartete Jörg bereits auf uns: er war auf der Bootstour über den Fluss Schneider geblieben und trotz Regenjacke völlig durchnässt worden. Zum Glück besaß unsere Cabaña einen Ofen, in dem wir abends ein wärmendes Feuer entfachten.
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