Sonntag, 27. Dezember 2009

Neunter Tag: Heiligabend am Pazifik

Nun weiter zu unserer nächsten Unterkunft in Maitencillo, nördlich von Viña del Mar: Hier wollten wir Oma und Opa treffen und Heiligabend verbringen. Die Fahrt war recht ereignislos, bis auf eine Pinkelpause bei einem leeren Kontrollpunkt der Carabiñeros. Von der gegenüberliegenden Wache kam ein Beamter herüber geschlendert, erkundigte sich nach unserer Herkunft, ist das ein Mietwagen und könnte er unsere Papiere sehen. Dann gäbe es ein Problem: wir wären vor der letzten Mautstation zu schnell gefahren: 135 statt der erlaubten 120. Britta war tatsächlich sehr dynamisch fortgeschritten. Der Beamte wollte uns nach Ovalle weiter schicken, um die Strafe zu bezahlen. Das wäre ein großer Umweg und so fragten wir, ob wir nicht woanders dafür halten könnten. Schließlich beließ er es bei einer Verwarnung und wir fuhren von nun an brav auf die Geschwindigkeitsbegrenzung achtend weiter.

In Maitencillo besuchten wir nach Bezug unserer Ferienwohnung -- den Cabañas San Pierre -- als erstes den Strand. Luis und Carl spielten Steine-in-die-Wellen-schnippen und plantschten natürlich ein paar mal ins Wasser. Nach Rückkehr in die Unterkunft machten wir uns sauber und fein für ein Restaurant. O Gott, in Deutschland ist es ja schon Abend! Schnell die Weihnachtsglückwünsche, bevor alle im Bett waren. Bernd und Sandra brachten wohl gerade die Kinder zu Bett, also auf Verdacht bei Emmi anrufen. Dann erreichten wir doch noch Bernd und Sandra: Minusgrade und weisse Weihnacht in Hamburg, während wir unseren Sonnenbrand pflegten.

Wasserspaß am Pazifikstrand

Nun die Suche nach einem Lokal für das Essen. Die Kinder maulten zwar, sie wollten endlich kochen: "schon wieder Restaurant, wir wollen hier essen." Doch schlieslich fügten sie sich. Das erste Restaurant, gerade neben unser Unterkunft und traumhaft von einem deutschen Schreiner gebaut und betrieben, hatte leider geschlossen. Das nächste leider auch. Und das nächste. Im dritten Lokal meinte der Wirt, wir würden wohl Pech haben: es sei Weihnachten und nirgends sei geöffnet.

Glückliche Kinderbescherung

Also versorgten wir uns in einem kleinen Supermarkt mit dem Nötigsten, sehr zur Freude von Luis und Carl. Zunächst einmal Bescherung. Die Kinder lugten kichernd aus ihrem Zimmer, während wir den Gabentisch vorbereiteten. Große Freude und Weihnachtsstimmung breiteten sich aus, als die Geschenke entpackt wurden. Doch wo blieben die Großeltern? Da kam die Wirtin mit dem Telefon. Am Apparat war Erika. Sie wären in La Serena und würden es wohl nicht mehr schaffen.

Mama kocht für ihre Hampelmännchen

Britta und ich kochten Nudeln mit Salami-Tomatensoße für die Kinder, für uns gab es Empanadas: Ein Festmahl.

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