Mittwoch, 23. Dezember 2009

Achter Tag: Delfine, Pinguine und Sonnenbrand

Riesenkrippe im Sommerlichen la Serena

In La Serena wollten wir den Tag nicht verbringen, also fuhren wir recht früh los in Richtung Punta de Choros für einen Tagesausflug. Nach zwei Stunden, teils hinter lahmen Sattelschleppern auf der Bergstraße, fanden wir schließlich die Abfahrt: Schotterpiste.

Langsam und eine Staubfahne hinter uns herziehend ging es durch die Wüste, über Stock und Stein und zwischen den Kakteen hindurch. Punta de Choros ist ein kleines Fischerörtchen, das ein paar Cabañas aufweist und ein Büro der Parkwächter. Die vorgelagerten Inseln sind nämlich Nationalpark und die Fischer verdienen sich ein bisschen Geld, indem sie Touristen dorthin fahren. Wir konnten mit ein paar Amerikanern, Chilenen und Engländern ein Boot füllen.

Luis und Carl war das Besteigen der schwankenden Nussschale ein wenig unheimlich, doch bald hatten sie sich sogar an den Seegang des Pazifik gewöhnt. Schon als wir uns der Isla Choros näherten, konnten wir einen Seelöwen neben uns sehen, wir er immer wieder auftauchte. Dann näherte sich das Boot einem Felsen voll dieser Tiere. Ein paar Bullen verteidigten die besten Plätze und die Jungtiere kauerten hoch oben neben ihren Müttern.

Eine Bucht weiter sahen wir dann unsere ersten Humboldt-Pinguine: Luis und Carl amüsierten sich köstlich über die drollig watschelnden Vögel. Dann weiter an der Insel entlang Kormorane bei ihrer Lieblingsbeschäftigung: dem Kacken. Nun ja, so kommt Guano in die Welt.

Das größte jedoch wartete bei der Weiterfahrt zur Isla Damas auf uns: Delfine begleiteten das Boot, und die Kinder riefen immer wieder, "Delfin, Delfin!" Sogar ein Muttertier und ein Junges stießen ganz nahe am Boot aus dem Wasser.



Die Isla Damas, wo wir eine Stunde an Land gingen, fand dagegen weniger Anklang; kein Wunder bei dem Programm zuvor.

auf der Wilden Isla Damas

Zurück in La Serena schafften wir es dann endlich auch an den Strand: Es war, wie am Südpazifik üblich, recht windig. Dann der Schreck: obwohl es bei den Inseln bedeckt gewesen war, hatten Britta und die Kinder sich einen Sonnenbrand im Gesicht geholt. Nach dem Eincremen genehmigten wir uns einen Imbiss in einem Strandlokal, Luis und Carl erbettelten sich eine Viertelstunde auf Hüpfburgen und einem Trampolin.

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